In Kolumbien mit dem Van unterwegs – Magischer Mai

Wir sind im Mai von vom Tayrona Nationalpark nach Minca gefahren. Von dort aus haben wir die Sierra Nevada erkundet. Minca ist ein touristisches Dörfchen, besonders für spirituelle Reisende bietet es viele Möglichkeiten. Danach sind wir auf der C45 auf halber Strecke von Ciénega Richtung Fundación wieder links in die Sierra Nevada gefahren. 3 Stunden Piste nach San Pedro und haben ein traditionelles kolumbianisches Dorf kennenlernen dürfen. Dann ging es weiter auf der C45 Ruta del Sol über Cocorná, in die paradiesische „Tierra del Aqua“. Deshalb sind wir gleich mal 2 Wochen da geblieben. Jetzt sind wir in Santa Elena, nähe Medellín.    

Kolumbien: Tierra del Aqua
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Kolumbien im Magic MAY
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Kolumbien Geheimtipp: Valle de las Cascadas
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Minca – Zwischen Mangobäumen, Wasserfällen und besonderen Begegnungen

Ein charmantes, touristisches Dorf in der Sierra Nevada mit westlichem Flair für spirituelle Reisende

Mitte April hatten wir unseren Bus ja Cartagena abgeholt und in der Nähe von Turbaco eingerichtet und eingeräumt. Dabei litten wir nacheinander an einem grippalen Infekt, was sicher eine Reaktion auf den Stress der vorangegangen Wochen war.

Ende April sind wir über Villanova und Baranquilla, der Geburtsstadt von Shakira und ein paar Tage im Tayrona Nationalpark nach Minca gestartet. Dort hatten wir einen herrlichen Stellplatz. Zum 1. mal seit der Endphase des WoMo Umbaus in Panama konnten wir wirklich  entschleunigen.

Wir standen in Minca de Sierra Nevada mit unseren mexikanischen Freundinnen Rita und Martha im Garten einer Kolumbianerin unter Mangobäumen. Wir hatten die beiden in der Overland Embassy in Panama kennengelernt. Es war Mango-Erntezeit, und wir haben jeden Tag Mangos geerntet und gegessen, als Mangosaft, Mangomus und Mangoeis – die absolute Gönnung!

Minca war uns der ideale Ausgangspunkt für unsere Kolumbienreise und Ende der Umbauphase. Der Ort ist charmant, touristisch und bietet viele Möglichkeiten, besonders für Fans von Yoga und Spiritualität. Man kann wandern, Wasserfälle besuchen oder mit dem Moped in die Berge fahren. Genau das haben wir getan.

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Mit dem Moped sind wir bis zum Ende der befestigten Straße gefahren, etwa elf Kilometer von Minca entfernt. Dort hatten wir das Gefühl, zum ersten Mal das „richtige“ Kolumbien kennenzulernen. Auf der einen Seite befanden sich kleine Tiendas und Fondas, typische kolumbianische Geschäfte und Kneipen. Auf der anderen Seite stand ein Café einer indigenen Gemeinschaft. Leider hatte es an diesem Tag geschlossen.

Ein paar Tage später fuhren wir mit einem Colectivo noch einmal dorthin. Diese kleinen Busse oder Großraumtaxis sind in Kolumbien und Zentralamerika weit verbreitet. Sie sind günstig und bringen einen fast überall hin.

Über Maps.me unserer liebste Wander App suchten wir uns eine Wanderroute aus. Der Weg führte steil bergab durch eine herrliche Landschaft. Unterwegs kamen wir an einem Wasserfall vorbei, der bis heute zu meinen Lieblingsorten zählt. Das Wasser war kristallklar, die Umgebung, der verwunschene Dschungel, das leise Plätschern und die unzähligen Wasserblässchen, schufen eine ganz besondere Atmosphäre. Der Wasserfall war nicht groß, aber unglaublich schön. Die Spanier würden vermutlich sagen: suave.

Eigentlich wollten wir zu einem Dorf wandern, das nur zu Fuß erreichbar war. Doch je weiter wir liefen, desto mehr wurde uns bewusst, dass der Rückweg lang werden würde. Deshalb entschieden wir uns umzudrehen.

Auf dem Rückweg begegneten wir einem jungen Indigenen auf einem weißen Pferd. Er trug Gummistiefel, ein weißes Gewand und auf dem Rücken einen rosafarbenen Schulrucksack. In der Hand hielt er ein Handy und hörte Musik. Begleitet wurde er von zwei Mädchen. Er fragte uns, wer uns hierher geschickt habe. Als wir antworteten, dass wir den Weg selbst gefunden hätten, nahm er das freundlich zur Kenntnis.

Später trafen wir einen weiteren Angehörigen der indigenen Gemeinschaft. Mit ihm kamen wir länger ins Gespräch. Er erklärte uns, dass das Dorf, zu dem wir unterwegs gewesen waren, nicht ohne Weiteres besucht werden könne. Dafür brauche man eine Erlaubnis oder einen Guide aus der Gemeinschaft. Uns war das nicht bewusst gewesen.

Das Gespräch war freundlich und offen. Gleichzeitig bekamen wir den Eindruck, dass die Gemeinschaft eher zurückgezogen lebt und Besuche von außen nicht unbedingt erwünscht sind. Für uns war die Begegnung dennoch wertvoll. Wir hatten das Gefühl, bereits einen kleinen Einblick erhalten zu haben, ohne weiter in ihre Welt eindringen zu müssen.

Während unserer Zeit in Minca verbrachten wir viel Zeit am Fluss. Ich gab am letzten Abend noch einen Hula-Hoop-Kurs für unsere mexikanischen Freundinnen, trainierte gemeinsam mit Patrick und Martha und genoss das einfache Leben.

Gleichzeitig merkten Patrick und ich erneut, dass wir beim Reisen am meisten im Flow sind, wenn wir alleine unterwegs sind. Wir lieben Begegnungen mit anderen Reisenden. Doch sobald mehrere Fahrzeuge gemeinsam reisen, braucht es Absprachen und Zeitpläne, die nicht zu unserer Art des Reisens passen. Wir sind mal schneller, mal langsamer und ändern unsere Pläne gerne spontan. Genau das macht für uns das Gefühl von Freiheit aus.

Am 7. Mai fuhren wir noch einmal höher in die Berge. Dort standen wir einige Tage bei einem älteren Herrn, der ein kleines Asador betrieb. Bereits bei einer früheren Mopedtour hatten wir ihn gefragt, ob wir einmal ein paar Tage bei ihm stehen dürften.

Wir wurden herzlich aufgenommen, aßen mehrfach bei ihm und genossen die Ruhe. Rückblickend war das die perfekte Einstimmung auf alles, was noch kommen sollte.

Du kannst auf die Bilder klicken, für eine größere Ansicht:

San Pedro – Eine holprige Fahrt, die sich mehr als gelohnt hat

Ein traditionell kolumbianische Dorf von Kaffeebauern, kaum touristisch mit interessierten und gebildeten Bewohnern.

Nach insgesamt 10 Tagen ging es von Ciénega, auf der C45 Richtung Fundación auf halber Strecke wieder in die Sierra Nevada nach San Pedro. Die Strecke ging über mehr als 3 Stunden Piste, vorbei an endlosen Mangoplantagen. Nach etwa zwei Stunden hatten wir ernsthaft überlegt umzudrehen. Die Straße war anstrengend, und wir fragten uns, ob sich die Fahrt wirklich lohnen würde.

Kurz vor San Pedro begegneten wir Soldaten eines Militärstützpunktes. Sie machten uns Mut weiterzufahren. Zum Glück hörten wir auf sie.

Als wir am Nachmittag des Muttertages ankamen, konnten wir unseren Augen kaum trauen. Auf der Hauptstraße stand ein Pick-up mit einem riesigen Soundsystem auf der Ladefläche. Die Bewohner winkten uns freundlich durch das Dorf.

Alle schienen sich zu freuen, uns zu sehen. Mehrere Menschen erklärten uns, wir könnten direkt auf dem Dorfplatz übernachten. Bauern ritten auf Pferden durch die Straßen, andere führten ihre beladenen Tiere neben sich her. Das Dorfleben spielte sich sichtbar auf den Straßen ab.

Wir stellten unser Wohnmobil neben Kirche, Schule und Fußballplatz ab. Gegenüber befand sich ein kleiner Laden mit Getränken und Imbissangebot. Aus den Lautsprechern dröhnte Musik.

Noch bevor wir richtig angekommen waren, kamen die ersten Dorfbewohner vorbei, stellten sich vor und begrüßten uns.

Kurz darauf hielt ein Auto neben uns. Der Fahrer stellte sich als Guillaume vor, seine Frau hieß Claudia. Die beiden luden uns spontan auf einen Kaffee in ihr kleines Hotel ein. Wieder einmal wurden wir mit einer Herzlichkeit empfangen, die uns tief berührte.

Die beiden haben ihre eigene Kaffeemarke „Generosidad“ und empfingen uns herzlich. Sie betreiben ein kleines Bed & Breakfast, das Refugio Serrano, mit einer schönen Cabaña für Gäste und vermitteln authentische Touren in der Sierra Nevada.

Die Gespräche über das Leben in den Bergen, die Region und ihren Alltag waren unglaublich spannend.

Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnten: Der Mai sollte noch magischer werden.

C45 – Ruta del Sol – Eine Einladung, die wir nicht ausschlagen konnten

Nach den intensiven Tagen in den Bergen machten wir uns wieder auf den Weg. Wir fuhren die Ruta del Sol entlang und waren nach vielen Stunden auf der Straße ziemlich erschöpft. Eigentlich wollten wir nur einen ruhigen Platz für die Nacht finden.

Nach den intensiven Tagen in den Bergen machten wir uns wieder auf den Weg. Wir fuhren die Ruta del Sol entlang und waren nach vielen Stunden auf der Straße bei 35Grad und viel Verkehr ziemlich erschöpft. Eigentlich wollten wir nur einen ruhigen Platz für die Nacht finden.

Etwa drei Kilometer abseits der Hauptstraße entdeckten wir einen Fluss und beschlossen, dort zu übernachten. Wir hatten uns bereits eingerichtet und wollten gerade den Abend ausklingen lassen. Im Fluss war allerdings nicht genügend Wasser, um dort zu baden, also duschten wir am Auto.

Es kamen immer wieder Menschen vorbei. Schließlich hielt ein Mann auf einem Moped an und sprach uns an. Er lud uns spontan zum Essen auf seine Finca ein.

Eigentlich waren wir beide schon ziemlich müde. Acht Stunden Autofahrt steckten uns in den Knochen. Trotzdem nahmen wir die Einladung an. Zum Glück.

Der Abend entwickelte sich zu einem der intensivsten Erlebnisse unserer bisherigen Zeit in Kolumbien.

Auf der Finca fand eine Art Hauseinweihung statt. Der Gastgeber lebte dort erst seit drei Monaten. Nach einer Trennung hatte er sich an diesem Ort ein neues Leben aufgebaut. Er hatte ein Haus errichtet, hielt Schweine, Rinder und Pferde und baute Obst und Gemüse an. Vieles auf der Finca funktionierte bereits als Selbstversorgung.

Neben unserem Gastgeber waren mehrere Familien anwesend. Eine Frau war mit ihrem Kleinkind gekommen, eine andere mit drei Kindern, von denen eines ihre Nichte war.

Kaum angekommen, packte ich meinen Hula Hoop aus. Schon nach kurzer Zeit spielten die Kinder begeistert mit. Auch die Mütter machten mit. Es war unglaublich heiß, bestimmt um die dreißig Grad, und trotzdem ließen die Kinder stundenlang die Reifen drehen.

Zum Essen gab es Yuca und Schweinebraten von einem Schwein, das auf der Finca aufgezogen worden war, sowie selbstgemachte Käse. Dazu lief den ganzen Abend Vallenato-Musik, die typische kolumbianische Musik mit Akkordeonklängen.

Wir verabschiedeten uns gegen zehn Uhr und gingen zurück zu unserem Wohnmobil. Doch die Feier war noch lange nicht vorbei.

Die Musik lief bis weit nach Mitternacht. Gegen ein Uhr wurde ich noch einmal wach und bemerkte, dass einige der Kinder immer noch auf waren. Nur das kleinste Kind schlief bereits. Gegen halb fünf morgens begann die Musik erneut. Einige der Erwachsenen hatten die Nacht offenbar komplett durchgefeiert.

Bevor wir zu Bett gingen kamen auch Themen zur Sprache, die wir so nicht unbedingt erwartet hatten. Im Laufe der Gespräche entstand bei uns der Eindruck, dass einige der Anwesenden Berührungspunkte mit bewaffneten Gruppen gehabt haben könnten.

Am nächsten Morgen bestätigte sich dieser Eindruck ein Stück weit, als Patrick bei einem der Männer eine Waffe entdeckte. Trotzdem ist etwas wichtig zu sagen: Wir haben uns während der gesamten Zeit vollkommen sicher gefühlt.

Die Menschen waren herzlich, offen und freundlich. Sie begegneten uns mit Respekt und großer Gastfreundschaft. Keine Sekunde hatten wir das Gefühl, nicht willkommen zu sein.

Vielleicht war genau dieser Kontrast das Faszinierende an dieser Begegnung.

Nur wenige Tage zuvor hatten wir noch in den Bergen bei San Pedro gestanden. Dort hatten wir Menschen kennengelernt, die sich über Jahrzehnte hinweg in einer abgelegenen Region eine funktionierende Gemeinschaft aufgebaut hatten. Die Kinder dort waren unglaublich wissbegierig, stellten Fragen über Deutschland und wollten alles über unser Leben im Wohnmobil erfahren.

Auch dort waren wir zum Essen eingeladen worden.

Nun saßen wir auf einer Finca an der Ruta del Sol und bekamen erneut einen Einblick in eine völlig andere Lebenswelt, die wir ohne diese spontane Einladung niemals bekommen hätten.

Genau solche Begegnungen sind es, die unsere Reise so besonders machen. Wir sehen Orte. Aber vor allem lernen wir Menschen kennen.

Menschen, die uns ohne Erwartungen willkommen heißen. Menschen, die uns an ihrem Alltag teilhaben lassen. Menschen, die uns zeigen, wie unterschiedlich das Leben sein kann.

Als wir am nächsten Morgen weiterfuhren, waren wir vor allem eines: dankbar. Wir bekamen frisches Fleisch, Eier und Käse geschenkt und im Gegenzug ließ ich 2 Hula Hoop bei den Mädels und 2 Kleider und einige Tshirts – win, win für Alle.

Dankbar für einen völlig ungeplanten Abend, für die Offenheit unserer Gastgeber und für die Möglichkeit, einen kleinen Blick hinter die Kulissen eines Lebens zu werfen, das wir sonst niemals kennengelernt hätten.

Tierra del Aqua – 2 Wochen voller Vertrauen, Freiheit & neuer Möglichkeiten

traditionelles kolumbianisches Dorf auf 1000 Höhe, großteils nur mit 4×4 befahrbar, lokaler Tourismus – Valle de Cascadas – perfektes Klima für uns 1000müN in den Bergen, überall Wasserfälle, herrlichste Natur

Über einen guten Freund von Patrick wurden wir von einer guten Freundin in der Tierra del Aqua bei Cocorná eingeladen. Aus ein paar Tagen wurden schließlich zwei Wochen.

Dort fanden wir einen der schönsten Orte, an denen ich bisher trainieren durfte. Eine mit Palmblättern gedeckte Hütte mit Blick auf die Berge stand mir praktisch allein zur Verfügung. In der letzten Woche nutzte ich diesen Platz intensiv, um Trainingsvideos und Inhalte für meine Projekte aufzunehmen.

Besonders berührt hat uns das Vertrauen unserer Gastgeber. Obwohl wir uns noch nicht lange kannten, ließen sie uns ihr Zuhause nutzen und begegneten uns mit einer Offenheit, die uns immer wieder sprachlos machte.

In solchen Momenten habe ich das Gefühl, dass das Universum auf uns aufpasst. Dass wir genau dort sind, wo wir sein sollen.

Am 30. Mai verließen wir die Tierra del Aqua und fuhren Richtung Medellín.

Schon vorher hatten wir über gemeinsame Bekannte einen Architekten kennengelernt. Nach einem kurzen Gespräch lud er uns ein, bei ihm zu stehen, sein Grundstück zu nutzen und von dort die Stadt zu erkunden.

Natürlich zeigten wir ihm und seinen Kindern unser Zuhause auf Rädern. Wie so oft in Kolumbien war die Begeisterung groß. Mittlerweile haben bereits viele Menschen unser Wohnmobil von innen gesehen.

Einige Tage später nahmen wir seine Einladung an

Cocorná: kolumbianisches Kleinstadt

Lebendige Kultur auf der Straße – Rentner spielen Karten im Park – Pferde stehen vor der Bar. Wir sehen 2 traditionelle Zuckerrohr Manufakturen, in denen erst der Saft ausgepresst und anschließend zu Panela eingekocht wird, einem braunen, festem Zucker, der in Donut-artiger Form verkauft wird.

Santa Elena – Im Flow über den Wolken

Santa Elena ist ein Gebiet auf 2700m Höhe mit Temperaturen zwischen nachts 10 und Tags 20Grad – Umbau Dachterasse mit Installation von Solarplatte 3 zum nach hinten ausziehen, wenn wir länger stehen, Doppelfunktion: Regen/ Sonnenschutz bei geöffneten Türen hinten.

Wir kamen im Dunkeln an. Als wir am nächsten Morgen die Tür öffneten, konnten wir kaum glauben, wo wir gelandet waren. Wir standen buchstäblich über den Wolken.

Das Grundstück liegt in Santa Elena oberhalb von Medellín. Umgeben von Wald und Wiesen befindet sich dort eine komplett ausgestattete Holz- und Metallwerkstatt inklusive Schweißmöglichkeit.

Patrick wurde sofort gefragt, ob er beim Anschluss von Toilette und Dusche helfen könne. Die letzten Tage hat er genau daran gearbeitet.

Kurz darauf kam die nächste Überraschung. Unser Gastgeber fragte uns, ob wir nicht einfach länger bleiben möchten. Ein paar Tage, eine Woche oder vielleicht sogar einen Monat.

Für Patrick ist dieser Ort ein kleines Paradies. Seit Monaten begleitet uns eine dritte Solarplatte, die noch immer nicht montiert ist. Aktuell blockiert sie gemeinsam mit unseren Fahrrädern die Dachterrasse.

Sein Plan ist, die Solarplatte unterhalb der Terrasse zu befestigen und ausziehbar zu machen. So hätten wir bei längeren Standzeiten mehr Strom, gleichzeitig ein Regendach für die Hintertür und könnten unsere Dachterrasse wieder vollständig nutzen.

In Panama fehlte dafür die Zeit. Wir wollten damals einfach nur fertig werden und losfahren. Jetzt stehen wir plötzlich an einem Ort, an dem alle Möglichkeiten vorhanden sind.

Während ich in der Tierra del Aqua ideale Bedingungen für mein Training und meine Projekte gefunden habe, bekommt Patrick nun die Chance, seine Ideen am Fahrzeug umzusetzen.

Auch für mich eröffnet Santa Elena neue Möglichkeiten. Über Instagram habe ich bereits Kontakte zur lokalen Zirkus- und Jonglierszene gefunden. In Medellín treffen sich regelmäßig Künstler zum freien Training.

All das macht diesen Mai für uns so besonders.

Wir haben nichts geplant, nichts gebucht und kaum etwas vorausgesehen. Stattdessen sind wir unserem Gefühl gefolgt. Genau dadurch waren wir offen für all die Begegnungen, Einladungen und Möglichkeiten, die sich uns gezeigt haben.

Vielleicht ist genau das der Grund, warum dieser Monat für uns zu „Magic May“ geworden ist.

Medellín

Bisher waren wir nur 1 Tag in Medellín und zwar zu den Wahlen am 31.05.26 Danach waren wir kurz in der Comuna 13. Wir werden nochmal in die Stadt fahren: Seilbahnfahren und U-Bahn. Hoffentlich wird das Wetter besser, damit ich zum Stadion gehen kann, wo sich die Zirkusleute zum Training treffen.

Manchmal frage ich mich ja, ob wir reisen oder einfach nur von einer verrückten Einladung zur nächsten stolpern. 😄 Wie ist das bei euch? Plant ihr eure Reisen lieber durch oder lasst ihr euch gerne treiben? Schreibt es mir in die Kommentare – ich freue mich, von euch zu lesen. 😊

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